Dinosaurier - Schreckliche Echsen der Urzeit

Während eines Spazierganges an einem warmen Frühlingstag des Jahres 1822 entdeckte Mary Ann Mantell in dem kleinen Städtchen Lewes (Grafschaft Sussex) an der englischen Südküste, in einem Steinhaufen recht ungewöhnliche fossile Zähne. Stolz zeigte sie die Fundstücke ihrem Mann, dem englischen Arzt und Hobbygeologen Gideon Algernon Mantell (1790 bis 1852). Dieser untersuchte sie genau. Die riesigen Zähne waren stumpf, abgekaut wie die Zähne pflanzenfressender Säuger. Allerdings wurden, wie eingehende Nachforschungen ergaben, die Funde in Gesteinen des nahe gelegenen Tilgate Forest aufgespürt, die aus der unteren Kreide (Wealden) stammen. Ablagerungen dieser Zeit waren, wie man damals annahm, aber einfach zu alt, um Reste von Säugetieren zu enthalten. Was Mantell jedoch noch nicht wissen konnte: Er hielt die fossilen Zähne eines Dinosauriers (Iguanodon) in den Händen. Mit diesem und einigen weiteren Funden (Megalosaurus, Hylaeosaurus) begann die Geschichte der wissenschaftlichen Entdeckung und Erforschung der heute bekanntesten fossilen Tiergruppe.